Lieferung per Cargo-E-Bike in der Tübinger Innenstadt
Lieferung per Cargo-E-Bike in der Tübinger Innenstadt

Fahrräder und E-Bikes taugen nur für lange Radtouren oder um flexibel und schnell zum Arbeitsplatz zu kommen? Schon lange nicht mehr! Große und kleine Firmen haben in den letzten Jahren die effiziente und umweltfreundliche Lieferung mit Fahrrad oder E-Bike für sich entdeckt. Die (oftmals zusatzbetriebenen) Zweiräder verlassen gerade immer mehr die private Nutzung und haben sich zu festen Bestandteilen einiger erfolgreicher Unternehmensphilosophien etabliert.  Wir möchten heute ein paar dieser Lieferdienste vorstellen.

VeloCarrier – Paketdienst auf drei Rädern

Unter dem Motto „Wir bewegen Tübingen“ macht die VeloCARRIER GmbH mobil und bringt innerstädtische Lieferungen noch am selben Tag von A nach B.  Die leistungsfähigen Cargo-E-Bikes bieten ordentlich Platz für Pakete jeglicher Art, die sowohl als Sendung oder Abholung ihr Ziel erreichen.  Das Konzept basiert auf den Visionen von einer verkehrsberuhigten und lebenswerten Innenstadt, die nicht zuletzt in der Verantwortung für die Zukunft der dort lebenden Kinder steht. Mit diesem Ansatz hat sich die veloCARRIER GmbH als modernes, schnelles und umweltfreundliches Transportsystem in der Tübinger Innenstadt etabliert, das den Transportumfang im Vergleich zum klassischen Fahrradkurier deutlich erweitert und damit noch leistungsfähiger gemacht hat.

Essen auf zwei Rädern direkt nach Hause

Hier in Hamburg sieht man sie mittlerweile überall: Essens-Lieferanten auf Fahrrad und E-Bike. Und der Trend steigt!  Die Zweiräder als Lieferfahrzeuge für bestelltes Essen bieten im Vergleich zur Lieferung mit einem benzinbetriebenen PKW einige Vorteile und erfreuen sich daher immer größerer Beliebtheit. Wie erfolgreich dieses Konzept fährt, sieht man unter anderem an Lieferservices wie Foodora oder dem Dominos-Pizzaservice.

foodora
Startklar zur Lieferung: Foodora-Fahrer auf ihren City-Flitzern
Vom Lieblingsrestaurant bis vor die Tür

Das Konzept bei Foodora unterscheidet sich jedoch noch einmal von dem herkömmlichen Modell, in dem ein Lieferant nur für eine Kette zuständig ist. Die Fahrer von Foodora liefern das Essen aus dem Lieblingsrestaurant direkt nach Hause – den ganzen Tag. Die pinken oder weißen (E-)Bikes sieht man bereits durch viele Städte des Landes flitzen – Hamburg, Berlin, Frankfurt und München sind nur einige von vielen.

Essen mit emissionsfreier Lieferung

Mit dem verhältnismäßig neuen Mobilitätskonzept haben die Lieferdienste eine gute Möglichkeit gefunden, ihren Service als umweltfreundlich zu präsentieren, potentielle Arbeitsplätze zu schaffen und Kosten dauerhaft zu senken. Diese Rechnung geht auf: Der Anschaffungspreis für ein E-Bike liegt weit unter dem eines PKW’s  und die enormen Spritkosten entfallen, da der Akku eines E-Bikes mit Strom wieder aufgeladen wird.  Der gesenkte Spritverbrauch wiederum, wirkt sich positiv auf die allgemeine Emissionsbilanz des Lieferdienstes und damit auf die Umwelt aus.

Ein anderer, nicht zu vernachlässigender Vorteil der Umstellung vom Auto zum E-Bike, ist der potentielle Zuwachs von Arbeitsplätzen. Bisher konnten sich bei Lieferdiensten meist nur Volljährige mit Führerschein für die Auslieferung bewerben. Jetzt können dies zum Beispiel auch Jugendliche tun, die einen flexiblen Minijob suchen.  Die Stellenausschreiben sind oftmals sogar schon auf E-Bike-Auslieferung ausgelegt.

Fahrradlieferung: Dauert das nicht zu lange?

Nein! Sicher, Autos bringen eine höhere Gesamtgeschwindigkeit auf den Tacho als (E-)Bikes, dafür müssen sie unter Umständen aber auch länger nach einem Parkplatz suchen und können keine Abkürzungen durch Parks oder für Räder beidseitig befahrbare Einbahnstraßen nutzen. Einen Stau muss der Lieferant im Auto ebenfalls abwarten, während der Fahrradbote ihn souverän umfahren kann.  Diese Art der Lieferung bietet sich grundsätzlich eher für die städtische Region an, in der der Lieferradius etwa zwei Kilometer beträgt. Für ländlich gelegenere Gebiete und weitere Strecken eignet sich das Auto besser.

Ist das Transportvolumen ausreichend?

Tatsächlich geht einiges in die Wärmeboxen auf dem Gepäckträger hinein. Genügend Platz für beispielsweise mehrere Familienpizzen und ein paar Getränke ist allemal. Außerdem werden auch immer mehr E-Bikes produziert, die darauf ausgelegt sind, mehr Gewicht zu transportieren und entsprechend stabiler und mit mehr Ladefläche gebaut werden.

Wo könnten E-Bikes in Zukunft noch eingesetzt werden?

Die Hamburger IKEA-Filiale im Stadtteil Altona macht es zum Beispiel schon. Vor dem Gebäude werden den Kunden Lasten-E-Bikes zur Verfügung gestellt, mit denen sie kleinere bis mittelgroße Möbel komfortabel zu sich nach Hause transportieren können, ohne dabei auf ein Auto angewiesen zu sein. In den ersten drei Stunden fallen für den Kunden dabei keinerlei Strom- oder Leihkosten an.

Man sieht, das Fahrrad erlebt nicht nur im privaten Bereich einen Boom, sondern gewinnt zunehmenden Einfluss auf die allgemeine geschäftliche Nutzung und insbesondere für Lieferdienste. Beim derzeitigen Stand ist anzunehmen, dass diese Entwicklung sich auch weiterhin ausbauen wird.

 

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Bildquellen: veloCARRIER GmbH, Foodora GmbH

Kategorie: Aktuelles

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