Mountainbiken in freier Wildbahn macht richtig Spaß. Doch seien Sie achtsam..

Ob in heimischer Umgebung, in tiefen Wäldern, den Alpen oder noch weiter weg – begegnet man auf Tour mit seinem Mountainbike einem der folgenden Tiere, kann die Situation auch schon mal brenzlig werden. Wir erklären, wie man sich in Gefahrensituationen am besten verhält, um ihnen sicher zu entrinnen. Klicken Sie sich hierfür einfach durch die folgende Slideshow, um eventuelle Gefahrensituationen schon vorher zu kennen und den entsprechenden Tieren im Ernstfall souverän aus dem Weg zu gehen.


Rehe

Rehe halten sich hauptsächlich im Wald, auf Feldern und Lichtungen auf. Sie springen oft sehr plötzlich hinter Büschen hervor, weshalb es auf Waldwegen häufiger zu Zusammenstößen zwischen Reh und Radfahrer kommt, als man denkt. Die höchste Kollisionsgefahr besteht  bei zwielichtigen oder schlechten Sichtverhältnissen, wie zum Beispiel Dämmerung und Dunkelheit. Weichen Sie – wenn möglich – aus! Wenn es dennoch kracht, verständigen Sie die Polizei und halten sich derweil von dem angefahrenen Tier fern. Seien Sie weiterhin wachsam, wenn Ihnen bereits ein Reh über den Weg gelaufen ist, denn häufig folgen ihm noch einige Nachzügler.


Wildschweine

Wenn Sie einem Wildschwein begegnen, dann wird dies überwiegend im Wald passieren. Dieses Tier ist zwischen März und Mai besonders gefährlich, da in diesem Zeitraum die Frischlinge geboren und von den Muttertieren beschützt werden. Außerdem fühlen Wildschweine sich besonders schnell angegriffen, wenn sie verletzt sind, weshalb sie gerade dann aus Eigenschutz von sich aus zum Angriff ausholen. Wildschweine können sage und schreibe bis zu 50 km/h schnell werden, weswegen im Ernstfall von einem hastigen Fluchtversuch abzuraten ist. Sie sind eher scheu und haben einen sehr gut ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn. Meiden Sie Augenkontakt und bewegen Sie sich langsam von dem Wildschwein weg, um dieser Begegnung unverletzt zu entkommen.


Zecken

Diese kleinen Tiere haben es in sich, denn sie können mehr als 50 Krankheiten übertragen. Darunter zum Beispiel Borreliose. Diese Krankheit ist allgemein besser als Hirnhautentzündung bekannt und sollte zügig behandelt werden, da sie sehr schwere Folgen nach sich ziehen kann. Zecken halten sich überwiegend in hüfthohen Gräsern und Büschen auf. Bei Temperaturen ab 7 °C sollte man vor allem in Süddeutschland wachsam unterwegs sein und sich nach einer längeren Tour im Grünen gründlich auf Zecken am Körper untersuchen. Entfernt werden die kleinen Blutsauger entweder mit einer sogenannten Zeckenkarte, einer Zeckenpinzette oder –zange. Treten nach dem Entfernen der Zecke Rötungen oder Schwellungen auf, lassen Sie sich umgehend von einem Arzt untersuchen.


Kühe

Klingt erstmal unglaubhaft, ist aber so! Wer auf einer abgesperrten Weide einer Kuh über den Weg fährt, sollte vorsichtig sein. Dieses Tier wird insbesondere dann zur Gefahr, wenn es seine Jungtiere bedroht sieht und diese beschützen will. Begegnungen solcher Art haben in der Vergangenheit nicht selten schwere Verletzungen und  sogar Unfälle mit Todessfolge nach sich gezogen.
Falls es jemals zu einer solchen Begegnung kommt, beobachten Sie die Situation aufmerksam und bleiben Sie ruhig, um das Tier nicht noch weiter anzustacheln. Entfernen Sie sich langsam, hauen dem Tier im Ernstfall mit einem Stock auf die Nase und bringen sich anschließend schnell in Sicherheit.


Hütehunde

Ebenfalls nicht ungefährlich kann ein Aufeinandertreffen mit einem Hund werden, der auf Weide oder Hof eine Herde hütet.  Radelt man zu nah an die Herdentiere heran, wird der Beschützerinstinkt des Hundes geweckt und er könnte schnappen.  Bleiben Sie – entgegen des eigenen Fluchtinstinkts – stehen und steigen Sie vom Sattel ab. Überhastetes Wegfahren heizt den natürlichen Jagdreflex des Hundes nur noch mehr ein. Sprechen Sie nicht und vermeiden Sie den direkten Augenkontakt zu dem Hund. Anschließend langsam von der Herde wegbewegen.


Vögel

Bussarde und Rabenkrähen zum Beispiel, können einem Mountainbiker nach der Brutzeit (im Mai und Juni) in Parks, am Waldrand und auf Feldern gefährlich werden. Steigen Sie bei Flugattacken unbedingt vom Rad ab und schützen bestmöglich Ihren Kopf. Auch hier ist Ruhe das oberste Gebot. Entfernen Sie sich langsam vom Nest weg, falls Sie es in unmittelbarer Nähe vermuten.
Gut zu wissen: Vögel fühlen sich ausschließlich von schnellen Subjekten bedroht! Für den MTBler ist das ja fast schon schmeichelhaft..

 

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Bildquelle: Pixabay

 

Kategorie: Aktuelles, Radsport, Ratgeber

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