Angeschlossenes Fahrrad
Angeschlossenes Fahrrad

Gerade in den milden Jahresübergangszeiten und den warmen Sommermonaten wird das Fahrrad für viele zu einem sehr beliebten Fortbewegungsmittel. Doch sind die mehr werdenden Fahrräder auf unseren Straßen leider auch ein gefundenes Fressen für Langfinger und Hehler.

Derzeit sind in Deutschland rund 70 Millionen Fahrräder im Verkehr, von denen  jährlich jedoch mehr als 300.000 Stück als gestohlen gemeldet werden.  So ist etwa Münster, die absolute Fahrrad-Hochburg Deutschlands, besonders stark von den Diebstählen betroffen. Sage und schreibe 13 Fahrräder sollen dort pro Tag abhandenkommen.

Wie also schützen wir unser Fahrrad am besten gegen Diebstahl?

Die Auswahl an Produkten, die heutzutage auf dem Markt angeboten werden, um das Fahrrad gegen Diebstahl zu schützen, ist groß.  Zwischen Bügel- und Faltschloss, Kette und Panzerkabel oder Rahmen- und Spiralkabelschloss den Überblick zu behalten, kann da für so manchen eine echte Herausforderung sein.

Grundsätzlich gilt: Je dicker das Kabel oder die Kette, umso schwerer ist das Schloss zu knacken!

Welcher Schlosstyp für wen geeignet ist, kommt ganz darauf an, wo und wie lange das Fahrrad abgestellt wird. Ein Rahmenschloss macht zum Beispiel nur dann Sinn, wenn das Fahrrad in Sichtweite geparkt wird. Wenn Sie Ihren Drahtesel tagsüber unbeaufsichtigt stehen lassen ist ein Spiralschloss, ein Panzerkabelschloss oder ein Faltschloss zu empfehlen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte oder sein Fahrrad bevorzugt nachts und über längere Zeit parkt, der ist mit einem Bügel- oder Faltschloss mit hoher Sicherheitsstufe am besten beraten. Bügelschlösser gehören zu den sichersten Schlössern, die es auf dem Markt gibt.  Hochwertige Schließzylinder und überaus widerstandsfähige Stahlbügel machen das Schloss zwar verhältnismäßig schwer, dadurch aber auch sehr sicher und besonders unempfindlich gegenüber den brutalsten Aufbruch-Versuchen.

 

Verschiedene Fahrradschlösser im Überblick

Es kommt nicht immer auf den Preis an

Für welche Variante Sie sich letztendlich auch entscheiden: nur weil ein Fahrradschloss teuer ist, heißt das nicht automatisch, dass es auch besonders gut bzw. sicher ist.

Informieren Sie sich vor oder beim Kauf ob das Schloss von unabhängigen Instituten, wie zum Beispiel dem ADFC, ausgiebig  getestet wurde. Denn für einen gut ausgestatteten Fahrraddieb, stellt selbst das teuerste Spiralkabelschloss kein großes Hindernis dar, da es mit einem Bolzenschneider innerhalb kurzer Zeit geknackt werden kann.

Schloss nicht ausschließlich für schlechte Sicherung verantwortlich

Neben einem Fahrradschloss in guter Qualität, spielt in Sachen Diebstahlschutz natürlich auch eine Rolle wo das Fahrrad befestigt wird.  Neben einem ordentlichen „Fahrradparkplatz“, ist also auch darauf zu achten, dass der Drahtesel zum Beispiel nicht am leicht abmontierbaren Vorderrad gesichert wird. Stärkstes und zumeist wertvollstes Einzelteil am Fahrrad ist der Rahmen. Achten Sie also besonders darauf, diesen anzuschließen und wenn möglich, leicht abnehmbare Fahrradeinzelteile mitzusichern.

Machen Sie Ihr Fahrrad für Hehler unattraktiv

Gerade einmal 10 Prozent aller Fahrraddiebstähle kann aufgeklärt werden. Der Rest bleibt spurlos verschwunden. Was kann man dagegen tun?

Anhand persönlicher Angaben des Besitzers kann  eine EIN-Codierung erstellt werden, die dann im Fahrradrahmen eingraviert wird.  Da diese Räder im Falle einer Kontrolle dem rechtmäßigen Eigentümer ganz einfach und schnell zugeordnet werden können, werden sie für Hehler gleich deutlich uninteressanter.

Zusätzlicher Diebstahlschutz durch Technik

Eine super Methode um dem Langfinger auf die Schliche zu kommen, könnte ein GPS-Tracker sein, der unauffällig am Fahrradrahmen befestigt wird und dem Eigentümer bei Diebstahl sofort die aktuelle Position seines Zweirads per SMS zukommen lässt.  Kostengünstiger und ebenfalls sehr effektiv, ist die Montage eines Bewegungsmelder-Sets, welches scharf gemacht auf jede Bewegung des Fahrrads oder die Entwendung von Einzelteilen reagiert und Alarm schlägt.

Die Tendenz ist sinkend

Erfreulicherweise konnte für die letzten Jahre eine erhebliche Senkung der registrierten Fahrraddiebstähle verzeichnet werden, denn mit modernerer Sicherungstechnik und stärkeren Materialien, ist es längst nicht mehr so einfach ein Fahrrad irgendwo „mitgehen zu lassen“ wie früher. Sollte es trotz guter Absicherung, doch einmal dazu kommen, dass Ihr Fahrrad gestohlen wird,  zögern sie den Marsch zur Polizei nicht allzu lange hinaus damit der Diebstahl schnellstmöglich bekannt ist.

 

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Quelle Titelbild: Pixabay
Quelle Produktfotos: Bike and Outdoory Company GmbH & Co. KG

Kategorie: Ratgeber

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