So radeln Sie sicher durch die Stadt!
So radeln Sie sicher durch die Stadt!

Die Bedingungen für Fahrradfahrer im Straßenverkehr sind nicht immer leicht. Als Zweiradfahrer läuft man Gefahr übersehen, geschnitten, weggedrängt, oder laut angehupt zu werden. Kein Wunder, dass einige Biker sich auf den Straßen zwischen fahrenden Autos unwohl fühlen. Der Einfluss, den man als einzelner Radler oder Autofahrer auf die anderen Verkehrsteilnehmer hat, ist gering. Dennoch können insbesondere Radfahrer ihre Sicherheit auf der Straße erhöhen, indem sie ein paar einfache Tipps zum sichereren Radeln beachten.

Unübersehbar werden

Machen Sie zur besseren Sichtbarkeit auch während des Tages das Licht an Ihrem Fahrrad an und nicht nur zur Dämmerung oder bei Dunkelheit – sie werden sowohl tagsüber als auch nachts schneller gesehen, wenn das Licht an ist. Bei uns in Deutschland sind sogenannte Blinklichter am Fahrrad derzeit nicht gestattet, obwohl sie Studien zufolge die Sichtbarkeit im Straßenverkehr stark erhöhen. Der allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) fordert, die Gesetzgebung solle sich künftig an diese neue wissenschaftliche Erkenntnis anpassen.

Die richtige Bekleidung bei Tag

Neben dem eingeschalteten Fahrradlicht, kann man tagsüber außerdem durch sogenannte fluoreszierende Kleidung seine Sichtbarkeit im Straßenverkehr erhöhen. Fluoreszierende Kleidung reflektiert ultraviolettes Licht und lässt somit die Farbe der getragenen Kleidung heller wirken. Dies funktioniert jedoch ausschließlich bei Tag – Straßenlaternen oder Scheinwerfer haben bei dieser Art von Bekleidung nicht den aufhellenden Effekt  wie Sonnenlicht.

In der Nacht auf reflektierende Kleidung setzen

Bei Dämmerung oder in der Nacht ist zusätzlich zum Fahrradlicht auf reflektierende Kleidung zu achten – im Scheinwerferlicht der Autos leuchtet diese schon von weitem.  Doch nicht nur das Tragen von reflektierenden Elementen, sondern auch deren Positionierung am Körper, hat Forschungen zufolge einen entscheidenden Einfluss auf die Sichtbarkeit im nächtlichen Straßenverkehr. Durch neongelbe Schutzwesten, wie man sie kennt, wird man im Dunkeln sehr gut gesehen. Entscheidend ist aber nicht nur das Gesehen werden an sich, sondern auch, dass man den Radler als einen solchen erkennt, damit der Autofahrer gezielter auf den anderen Verkehrsteilnehmer reagieren kann. Reflektorstreifen an Knöcheln oder Knien helfen dem Autofahrer, den Biker durch die kreisenden Bewegungen schneller zu identifizieren.

Die richtige Fahrweise

Eine richtige und rücksichtsvolle Fahrweise erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr ebenfalls. Wichtig ist, dass man als Fahrradfahrer den Platz, der einem zusteht einfordert, aber immer im Hinterkopf behält, dass man im Zweifel eines Unfalls im Vergleich zum Auto der „schwächere“ Verkehrsteilnehmer ist. Konkret bedeutet dies: Es hat wenig Sinn, starrköpfig auf sein Recht zu beharren, wenn dafür ein Unfall mit schweren Verletzungen die Folge ist. Deswegen ist es insbesondere für Fahrradfahrer so wichtig, vorausschauend unterwegs zu sein.

Verkehrsregeln beachten

Um das Unfallrisiko weiter zu senken, sollten sich auch Radfahrer ausnahmslos an die Verkehrsregeln halten. Vorrausschauend fahren, nicht plötzlich stehen bleiben und dem Hintermann ein rechtzeitiges Signal für einen geplanten Richtungswechsel geben, sind die Basics für einen reibungslos ablaufenden Straßenverkehr. Alkohol auf dem Sattel, das Überfahren roter Ampeln und das Radeln gegen Einbahnstraßen, in denen beidseitiger Verkehr für Radler nicht vorgesehen ist, sind ein absolutes Tabu. Verkehrsrichtlinien zu seinem vermeintlichen Vorteil auszulegen, macht den Straßenverkehr schwer einschätzbar und begünstigt Unfälle.

Runter vom Fußweg

Fahrradfahrer haben, sofern sie nicht schieben, auf dem Gehweg nichts zu suchen! Endet der Radweg also irgendwo unerwartet, hat der Radler auf die Straße auszuweichen. Auf dem Fußweg rechnen die wenigsten mit einem schnellen Fahrrad, was das Unfallrisiko stark erhöht. Mit der Benutzung des Gehwegs gefährdet der Radfahrer also nicht nur Fußgänger, sondern auch sich selbst.

Das Bike regelmäßig überprüfen

Vintageräder sind topmodern und man sieht sie überall. „Vintage“ darf aber bitte nicht mit klapprig und rostig verwechselt werden. Für Bikes gibt es im Gegensatz zum PKW keinen TÜV. Regelmäßig gewartet werden muss das Fahrrad jedoch auf alle Fälle. Empfohlen werden zweimal im Jahr – am besten zum Winteranfang und dann wieder im Frühling, zu Beginn der Fahrradsaison eine Wartung durchzuführen.

Eventuell abgenutztes Material muss ausgetauscht oder Bremsen nachgezogen werden. Andernfalls kann dies fatale Auswirkungen beim Fahren haben. Wer nicht selbst Hand anlegen kann oder will, kann den Fahrradcheck für ein paar Euronen beim Fachmann erledigen lassen.

Helm tragen

Bei uns in Deutschland ist das Tragen eines Helms keine Pflicht. Für jeden sicherheits- und gesundheitsbewusst handelnden Menschen, sollte der Helm jedoch selbstverständlich sein. Jede Studie bestätigt, dass im Falle eines Sturzes der Helm Leben retten, oder den Radler vor schwerwiegenden Folgen eines Unfalls schützen kann. Daher: Wer mit Helm fährt, radelt sicherer!

Jetzt kann nur noch gehofft werden, dass die Theorie auch bald flächendeckend in der Realität umgesetzt wird.

Bildquelle: B.O.C.

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Kategorie: Ratgeber

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